Mariana. Meine erste Supervision.

Intensiv, spannend und wirklich hilfreich – meine erste Supervision

mariana-1Als ehrenamtlicher Mentor bei ROCK YOUR LIFE! hat man nicht nur die wertvolle Chance, seinem Mentee beim „Wachsen“ zu helfen, sondern man wächst auch selber mit jeder Erfahrung, jeder kleinen Herausforderung und jedem glücklichen Erfolgserlebnis. In diesem Zusammenhang stößt man hier und da auch mal an persönliche Grenzen, die nicht so einfach zu überwinden sind, oder sieht sich Fragestellungen gegenüber, auf die man alleine keine richtig gute Antwort findet. „Wie soll ich mich verhalten?“ „Wie gehe ich damit um?“ Genau aus diesem Grund und für solche Fragen sind die Supervisionen ein fester Bestandteil der Mentorenschaft bei ROCK YOUR LIFE!. Mir brannte eine solche Frage schon länger unter den Nägeln, weshalb ich mich, ohne zu zögern, zu einem der angebotenen Gruppentermine anmeldete.

In der Supervision geht es im Grunde genommen um die Reflexion und Verbesserung des eigenen Handelns. Damit verknüpft geht es aber gleichzeitig auch um Werte, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Die Rolle des Supervisors ist es nicht, beratend Tipps zu geben und zu urteilen, was richtiges oder falsches Handeln ist. Es geht darum, in der Interaktion durch verschiedene Methoden und Fragen herauszuarbeiten, wie die Lösung für die Teilnehmer aussehen könnte. Der Inhalt kommt dabei von den Teilnehmern selber.

Ich persönlich habe die Supervision daher vielmehr als ein Aufdecken dessen erlebt, was man vielleicht irgendwo für sich selbst schon wusste oder schon mal gedacht hat, worüber man sich aber in dem Zusammenhang nicht bewusst war. An dieser Stelle sei gesagt: eine Teilnahme hat den größten Mehrwert, wenn man auch bereit dazu ist, sich selbst zum Thema zu machen, sich mit dem eigenen Denken und Handeln auseinanderzusetzen und darüber auch zu sprechen. Man muss offen sein und sich darauf einlassen und erhält so die Möglichkeit, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, sich plötzlich ganz erleichtert zu fühlen und neue Perspektiven zu erkennen.

Aber was genau passiert in so einem Termin?

Wir waren zu dritt mit zwei Supervisorinnen und jeder hatte ein Thema mitgebracht, das ihn oder sie in Bezug auf die eigene Mentoring-Beziehung beschäftigte. Wir formulierten diese Problemstellungen offen in der Gruppe und formulierten auch gemeinsam Ziele und was wir uns konkret von der Supervision erhofften. Die Stimmung war sehr vertraut und es fühlte sich gut an, die eigene Situation zu schildern, während alle gespannt zuhörten und danach auch ihre persönlichen Fragestellungen erklärten. Im Anschluss daran erhielt jeder Teilnehmer die Gelegenheit, seinem Ziel durch eine von den Supervisorinnen gewählte Methode näher zu kommen. Die Methoden unterschieden sich dabei bei jedem von uns und es war spannend zu sehen, wie meine Mitteilnehmer und auch ich selbst, zum Beispiel durch den Wechsel von Perspektiven, die Nutzung verschiedener Darstellungsformen von Situationen und Beziehungen oder einfach gezielte Fragen, unsere ganz eigenen Lösungswege entwickelten. Alle unterstützten sich gegenseitig und für jeden war klar, dass alle besprochenen Inhalte natürlich sehr vertraulich zu behandeln sind.

Ich persönlich habe mich am Ende wirklich leicht wie eine Feder gefühlt und hatte das Gefühl, vorher den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen zu haben. Klarheit und ein besseres Verständnis waren das wertvolle Ergebnis und ich kann jeden Mentor nur ermuntern, offen und bereit zur Reflexion in die Supervisionen zu gehen. Es lohnt sich!

 

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