Katharina. Vom Mentor zum Trainer.

Katharina engagiert sich seit den frühen Anfängen für ROCK YOUR LIFE!, ob als Mentor oder im Orga-Team, und hat so unter anderem unseren Hamburger Standort wesentlich mitgestaltet. Vor kurzem absolvierte sie nun außerdem die RYL! Trainer-Ausbildung, sodass sie demnächst auch Trainings für unsere Mentoren durchführen wird. Uns hat sie erzählt, was sie so lange bei RYL! hält, was sie nach all den Jahren immer noch an dem Programm begeistert. Und hat uns ihre Antwort auf eine vielgestellte Frage gegeben: Warum?

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ROCK YOUR LIFE! hat mich mein komplettes Studentenleben lang begleitet. Als vor gefühlten drei Millionen Jahren eine E-Mail durch einen Verteiler in mein Postfach flatterte (realistischerweise war es 2010), in der ein neues Projekt angekündigt wurde und auch ein Infoabend, dachte ich: „Gebongt – das ist es!“ Und so war es. Die Idee, sozial benachteiligte Schüler zu begleiten, mit ihnen eine berufliche Perspektive zu entwickeln und so etwas zurück zu geben an die Gesellschaft, hat mich sofort begeistert. Ich wurde Mentor, stieg ins Orga-Team ein. Studienbedingt und standortbedingt pausierte ich zeitweise, aber ich kam immer wieder zurück. Genauso die Begeisterung. Voller Begeisterung wanderte ich in Klassen und stellte das Projekt vor Schülern und Schülerinnen oder auch vor den Eltern vor, ich wanderte in Hörsäle und stellte es Studierenden vor.

»Eine Frage begegnete mir immer wieder: Warum? Warum machst du das?«

Eine Frage begegnete mir immer wieder: Warum? Warum machst du das? Warum machen Sie das? Warum soll ich das machen? Meine Antwort an die Jugendlichen war immer: Weil da so viel in dir ist, weil du die Möglichkeit hast, einen Mentor zu bekommen, der Bock hat, dich auf deinem Weg zu begleiten und mit dir zu entdecken, was alles in dir steckt.

Inzwischen bin ich nicht mehr Studentin, sondern – wie man so schön Neudeutsch sagt – Young Professional, und ganze Tage in Schulen und Unis zu verbringen und neue Mentoren und Mentees zu akquirieren, wird schwieriger. Es erfordert nicht mehr nur eine Debatte mit meinem Gewissen und Absprachen mit Freunden, ob sie mir meinen Bibliotheksplatz verteidigen, sondern tatsächlich erhebt mein Chef ein Mitspracherecht… Loslassen mag ich dieses Herzensprojekt trotzdem nicht. Und wieder die Frage: WARUM?

»Du hast alles, was du brauchst, in dir.«

Dieses Jahr habe ich die RYL! Trainer-Ausbildung gemacht. Was könnte besser lehren, die Trainings, die alle Mentoringpaare durchlaufen, zu gestalten, als die Trainings selbst zu absolvieren? Meine Weggefährten waren ein paar andere Young Professionals, So-gut-wie- oder gerade-erst-Absolventen, Studierende. Uns allen gemeinsam: die Begeisterung für das Projekt und für die Arbeit mit Menschen ganz generell. Ich bin kein besonders gefühlsduseliger Mensch, diejenigen, die mich kennen, würden mich vielleicht sogar als nüchtern beschreiben. Aber PUUUH! Das war ein ganz schöner Trip. Völlig abgefahren, krass. Wir haben innerhalb eines halben Jahres unser Innerstes nach außen gekehrt, haben unsere ganz persönlichen Visionen beleuchtet, Potenziale identifiziert, Widerstände abgebaut, Meilensteinplanungen entworfen, unendlich viele Erkenntnisse gewonnen und sind… gewachsen. Gewachsen in einem Umfeld, das voll war von Wohlwollen und lebensbejahender Energie. Ein Umfeld, das wir geschaffen haben.

Ich habe in dieser kurzen Zeit so viel über mich selbst gelernt und ich war so unendlich dankbar, dabei von diesen Menschen begleitet worden zu sein. Bei RYL! geht es um Potenzial und um Kontakt. „Ich bin okay, du bist okay“ und „Du hast alles, was du brauchst, in dir“ sind Sätze, die einem früher oder später auf jeden Fall begegnen, wenn man sich mit der RYL! Idee befasst, und nach all den Jahren war mir das nie so bewusst wie jetzt.

»Weil diese jungen Menschen Wundertüten sind.«

Die Antwort auf die Frage „Warum?“ liegt auf der Hand: Weil diese jungen Menschen Wundertüten sind und weil mit ihnen zu arbeiten, mich verzaubert – es lässt mich mit ihnen träumen, es ist fantastisch, ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Träume bemerken und wie sie über sich hinauswachsen. Es ist großartig, mit den Studierenden zu arbeiten, die vor Ressourcen strotzen und die so enthusiastisch ihre Zeit und Energie investieren, einen jungen Menschen kennenzulernen, mit seiner Realität und seinen Träumen, und Wegbegleiter und Wegbereiter sein wollen. Und nicht zuletzt, weil ich etwas zurückgeben möchte, weil mir auf meinem Weg genau solche Menschen begegnet sind. Menschen, die Potenzial in mir gesehen haben und mir Möglichkeiten aufgezeigt haben, die ich nicht gesehen habe, und Wege geebnet, die sich mir anders vielleicht nicht geboten hätten. Einfach nur so. Es liegen jetzt wieder viele Trainingstage mit lauter Wundertüten vor mir – diesmal als Trainerin – und ich kann es kaum abwarten!

Eure Katharina

 

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Die neuen Trainer bei RYL!

Ein Gedanke zu “Katharina. Vom Mentor zum Trainer.

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